Uhrenlexikon

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Acht-Tage-Werk:: Bei einem A.T.W. handelt es sich nicht etwa um die besonders schnelle Leistung eines Uhrmachers,  sondern um ein Uhrwerk, daß über eine acht- tägige Gangreserve verfügt. Nicht zu verwechseln mit Uhrwerken fernöstlicher Herkunft, die unter optimalen Bedingungen auch acht Tage laufen. Bei diesen sprechen wir jedoch von Lebensdauer und nicht von Gangreserve. 

Analoge Zeitanzeige: Zeitanzeige über ein Zeigerpaar, also kurz, die ganz gewöhnliche Zeitanzeige. Klingt aber bei Uhrenverkaufsofferten unheimlich gut und bringt bei sachgerechter Verwendung einen stattlichen  Preisaufschlag.  

Ankerhemmung: Wie Sie sicher vermuten, handelt es sich bei der A. nicht um ein nautisches Problem. Die A. ist  vielmehr ein fürchterlich kleines, aber sehr unabkömmliches Teil des Uhrwerkes in Form eines ...... naaa? ...... richtig! in Form eines Ankers. Ohne die A. würde die in dem Federhaus gespeicherte Kraft ungehindert ablaufen und wir hätten alle noch viel weniger Zeit. 

Antimagnetisch: Steht zwar auf fast allen Uhren drauf --- ist aber Blödsinn --- muss heissen: Amagnetisch. A. weist auf die Tatsache hin, daß die Uhr gegen störende, magnetische Einflüsse geschützt ist. Bei vielen preiswerten Uhren beschränkt sich dieser Schutz auf die Aufschrift und ist damit nur bedingt wirksam. Kleiner Tip: sollten Kleingeld und Büroklammern an  Ihrer Uhr haften bleiben, bringen Sie diese sofort zum Entmagnetisieren, sonst könnten Kontokarten und andere Datenträger gelöscht werden. 

Autokompensierende Spirale: auch "Nivarox".  Diese kleinen Freunde sorgen dafür, daß unsere Uhren bei jeder  Temperatur den gleichen Gang haben. Besondere Metallegierungen  verhindern die Ausdehnung der Spirale. Besonders beliebt bei bestimmten Herren welche in der  Sauna weder Goldkettchen noch die Rolex ablegen möchten. 

Automatischer Aufzug: Eine Schwungmasse in der Uhr spannt die Aufzugsfeder durch die Bewegung des Trägers. Ohne Bewegung des Trägers bleibt die Uhr stehen. Damit erklärt sich die Tatsache, daß die Automatic sich nicht bei unseren Beamten, als Dienstuhr durchsetzen konnte.  

Baguettewerk: Das B. hat nichts, aber auch gar nichts mit irgendwelchen Backwarenproduktionsstätten zu tun. Es handelt sich vielmehr um ein, besonders in den 30er Jahren beliebtes, rechteckiges Uhrwerk. Das B. sollte per Definition 3 mal so lang wie breit sein. Damit erreicht es einen wesentlich geringeren Windwiederstandswert und das kann uns bei den  Spritpreisen heute nicht wichtig genug sein. 

Breguet Spirale: Die B. ist eine Spiralfeder mit hochgebogenem äusseren Ende. Hierdurch kann sie sich besonders gut konzentrisch entwickeln. Für Laien: B. isse viel gut. Isse number one. Du mögen? Iche mache gutt Preis für Freund..........   

Brücke: Die B. ist ein speziell ausgeformtes Metallteil, in dem sich mindestens ein Zapfen, eines Drehteils, einer Uhr bewegt. Eine Brücke ist an beiden Enden mit der Platine verschraubt. Wie wichtig dieses Teil ist, erkennt man daran, daß es einen festen Platz in Dichtung und Musik gefunden hat. Über sieben Brücken... Die Brücke am Kwai... Bridge over troubled water... sind nur einige Beispiele der enormen Bedeutung der  B. 

 Chronograph: Zusatzfunktion einer Uhr, die es gestattet, einen Sekundenzeiger unabhängig vom eigendlichen Uhrwerk zu starten und zu stoppen. Unendbehrlich für Artelleristen, Astronauten und Navigatoren. Das meist sehr dezente Erscheinungsbild eines C. liegt irgendwo zwischen Tellermiene und Dampfkesselmanometer. Also kurz gesagt, Menschen wie Du und ich können ohne einen Chrono nicht vor die Tür gehen. 

Chronograph-Rattrapante: Zusatzfunktion eines Chronographen zum Ablesen von Zwischenzeiten mittels eines separaten Schleppzeigers. Diese kleine Spielerei erfordert einen sehr hohen mechanischen Aufwand, der wiederum zu sehr hohen Preisen führte. Nachdem aber niemand so richtig wusste, was mit dieser tollen Funktion anzufangen ist, ist der Rattrapante heute eine begehrte Sammleruhr.  

Chronometer: Präzisionsuhr, welche ihre Ganggenauigkeit durch eine mehrtägige Kontrolle bei einer offiziellen Uhren-Prüfstelle unter Beweis gestellt hat. Nach  Bestehen der Prüfung darf die Uhr auf dem Zifferblatt die Bezeichnung C. tragen und der Hersteller einen Batzen Geld dafür verlangen.  

Datumsanzeige: Indikation des Datums, analog durch einen Zeiger, oder digital durch einen bedruckten Ring. Somit ist nun ein für alle Mal geklärt, warum die verflixte 3 auf  Ihrer Uhr täglich ihren Wert wechselt. 

Deckstein: Rubinplättchen, welches über einem Lochstein das Höhenspiel der Wellen begrenzt. Die Lager der Unruhewelle sind in der Regel mit Decksteinen versehen. Hier finden wir nun endlich die Erklärung dafür, daß auf einigen Uhren inflationäre Rubinzahlen angegeben sind. Man  nagelt einfach auf jedes Lager einen Deckstein, ob es Sinn macht oder nicht, schraubt zur Verzierung noch ein paar lustig rote Steine auf's Werk und schreibt dann: GRANDIOSA EXACTA 48 JEWELS.

Digitale Zeitanzeige: Die Zeitanzeige über Ziffern ist nicht etwa erst durch die Quarzuhren eingeführt worden. Schon in  den 20iger Jahren gab es Versuche mit der D.Z.. Damals konnte sie sich nicht durchsetzen. Möglicherweise lag es daran, daß Japan noch mit sich selber beschäftigt war und die Kaffeeröster,  in diesen Zeiten, tatsächlich nur Kaffee verkauften. 

Duo-Dial-Model: Uhren mit geteilten Zifferblättern. In der oberen Hälfte werden die Stunden und Minuten, in der unteren  die Sekunden angegeben. Angeben können auch ihre Besitzer, da solche Uhren meist ein Schweinegeld kosten.  

Edelstahl: Legierung aus Stahl, Nickel und Chrom. Die Uhrengehäuse aus E. sind rostfrei, wiederstandsfähig und amagnetisch. Warum werden eigendlich keine Autos aus E. gebaut?

Eisenbahner-Uhr: Besonders robuste Uhr für Schaffner und Lockführer, deren Zifferblatt die Stundenziffern von  1-12, sowie von 13-24 führt. Heutige Eisenbahner sind auf tragbare Computer angewiesen, die die obligatorischen Verspätungen berechnen und sie dann auch gleich statistisch  schönen. (Die Bundesbahn hatte heute wieder eine Pünktlichkeit von 93%. Leider sitzen 99% aller Fahrgäste in den restlichen 7%).  

Elektrische Uhren: Armbanduhren, bei denen die Unruhe nicht durch ein Federwerk sondern elektrisch angerieben  wird. Nachdem sich die ersten Prototypen durch das lange Kabel nicht durchsetzen konnten, wurden Modelle mit Batterie entwickelt. Nachdem diese auf dem Markt  waren, stellte  man fest, daß inzwischen die elektronische Uhr (Quarzuhr) erfunden worden war. Somit landeten die elektrischen Uhren auch gleich wieder auf dem Müll.  - Dumm gelaufen!   

Elektronische Uhren: In elektronischen Uhren kommen auch Halbleiterelemente, wie Integrierte Schaltungen, zum  Einsatz. E. U. sind Stimmgabel- oder Quarzuhren. Der kommerzielle Erfolg der Quarzuhren ermöglichte es einem kleinen Schweizer Uhrenhöker, nunmehr alle Traditionsmarken der mechanischen Produktion aufzukaufen. Ob Omega oder Longines, ob Glashütte oder Eterna, - alles ist Swatch. Soviel zur Elektronik-Power........   


Ewiger Kalender: Kalendarium, bei dem die unterschiedlichen Monatslängen und Schaltjahre berücksichtigt werden. Der  E. K. erfordert ein komplexes Zusatzwerk und einen Haufen  Kleingeld. Aber der Luxus, nicht jeden zweiten Monat an unserer Uhr fummeln zu müssen, sollte uns doch wohl die  läppischen 100 000,-  wert sein, oder?   

Fabrikmarke: Uhrenfirmen und Werkhersteller verwenden eine sog. Fabrikmarke oder ein Logo auf dem Werk. Meist finden wir die F. zusammen mit der Kalibernummer. Wenn Sie jetzt Ihre Rolex öffnen und eine kyrillische F. oder eine fernöstliche Kaligraphie finden, sollten Sie nicht  auch noch bei der Fa. Rolex nach der Übersetzung fragen!

Federhaus: Das F.  besteht aus einer gezahnten Scheibe und einem zylindrischen Gehäuse mit Deckel. Im Inneren befidet sich dieZugfeder. Das F. greift in das erste Trieb der Uhr ein. Kleiner Tip: Nach einigen Jahren sollte man bei jeder Uhr einmal die Zugfeder wechseln, auch wenn Sie anderer Meinung sein sollten, .... mit Aufschütteln ist es dabei wirklich nicht getan.

Feinregulierung: Vorrichtung zur exakten Betätigung des Rückers. Die F. wurde erfunden, um das stundenlange, freihändige Einstellen durch zittrige Uhrmacherhände abzuschaffen, mit dem Erfolg, daß es jetzt ein stundenlanges Gefummel an der F. gibt.

Flieger-Uhr: Armbanduhren, speziell für Piloten der zivilen und militärischen Luftfahrt konstruiert und designed. Da die Jahresproduktion von Fliegeruhren etwa das 100fache der Zahl der weltweit tatsächlich fliegenden Piloten übersteigt, liegt die Vermutung nahe, daß entweder ein Pilot etwa hundert Uhren braucht, oder daß auf einen Piloten 100 Zeitgenossen kommen, die, wenn sie nicht die Laufbahn bei der Post angefangen hätten, auch einen Jet steuern würden und sich diesem Beruf
noch sehr verbunden fühlen.

Formwerk: Ein nicht rundes, sondern ovales, tonnenförmiges, rechteckiges oder
sonstwie geformtes Werk. F.  werden kaum noch hergestellt. Ein F. lässt sich auch unter Beibehaltung seiner Form, nur durch eine regelmäßige Revision wieder in Best-Form brigen..

Gangreserve: Verbleibende Laufzeit eines mechanischen Uhrwerkes nach vollständigen Aufzug. Sollte die G. ihrer Uhr unter 24 Stunden liegen, ist ein Besuch beim Uhrmacher angeraten. Eine sparsame Gangweise des Träges hilft dagegen kaum die G. zu erhöhen.

Genfer Streifen: Rippenförmige Dekoration auf Brücken und Kloben feiner Uhren. Als Prestigesymbol nur bedingt brauchbar, da die G.S. nur bei geöffnetem Gehäuse sichtbar sind. Auch ein Glasboden ändert nicht viel daran, denn wer will schon seine Uhr ständig verkehrt herum tragen?

Genfer Siegel: Qualitätssiegel mit dem Genfer Stadtwappen, mit welchem solche Uhren versehen werden dürfen , "bei denen durch die offizielle Prüfung festgestellt wurde, daß sie alle Eigenschaften von Qualitätsarbeit besitze und die einen regelmäßigen und dauerhaften Gang gewährleisten". Eigentlich sollte man nach dem Studium von Werbebroschueren der Hersteller meinen, daß jede verkaufte Uhr dieses Siegel besitzt.
Dagegen ist es aber tatsächlich nur auf Zeitmessern von Firmen wie Patek Philippe oder Vacheron & Constantin zu finden. Hier ist wohl kein Kommentar mehr
nötig.........!

Gläser: Armbanduhren tragen 4 verschiede Sorten Gl.. Kristallgläser (meist bei frühen Uhren) sind relativ kratzfest aber bruchempfindlich. Kunststoffgl. (ab den frühen 40igern) sind fast unzerbrechlich aber kratzempfindlich. Mineralgl. sind hart aber kratzfester als KGl. Safirgl. sind extrem kratz- und bruchfest. Der interessierte Laie verschafft sich jetzt bitte nicht mit Hammer und Schleifpapier Gewissheit über das Material seines Uhrenglases. Fragen Sie einfach Ihren Uhrmacher!

Handaufzugsuhr: Zeitmesser, bei dem die Zugfeder mit der Hand gespannt werden muß. Das tägliche Fummeln an der Uhr ist eine beliebte Handbewegung in peinlichen Momenten. Schüchterne Zeitgenossen laufen in heiklen Situationen Gefahr ihre Uhr über den Anschlag hinaus zu überspannen.

Hammerautomatik: Armbanduhren bei denen der automatische Aufzug durch eine Pendelschwungmasse erfolgt. Der sogenannte Hammer arbeitet in der Uhr und der Begriff Hammmerautomatik heißt keinesfalls, daß sich die Uhr automatisch in Bewegung setzt , wenn man sie manuel mit einem Hammer bearbeitet. Meist ist hierbei sogar das Gegenteil der Fall.

Hemmung: Die H. ist  widererwarten ein ausgesprochener Gewinn für jede Uhr. So bezeichnet man den Mechanismus, der die Kraft von der Zugfeder über das Räderwerk auf das Schwingsysthem der Uhr überträgt. Die H. besteht aus der Ankerstange mit Gabel, den Sicherheitsstiften, sowie der großen Rolle mit Elipse und der kleinen Rolle. Die beiden Rollen sind auf der Unruhewelle befestigt und bewegen sich im Rhythmus der Unruhe hin und her. Sollten Sie also eine Uhr mit Anker-, Stiftanker-, oder Zylinderhemmung angeboten bekommen, brauchen Sie keine Hemmung zu haben, diese Uhr zu kaufen, denn diese Hemmungen sind nicht halb so schlimm wie sie sich anhören.

Heures Sautantes: Springende, digitale Stundenanzeige. Durch ein Fenster im Zifferblatt sieht man auf eine Scheibe mit den Ziffern von 1 bis 12. Sobald der Minutenzeiger die 12 erreicht hat, springt die Scheibe ruckartig auf die nächste Ziffer. Kann man sich wie das eBay-Prinzip vorstellen: sobald man ein Gebot auf eine Uhr abgegeben hat, erhöht der Bietagent eines anderen Interessenten ruckartig auf ein höheres Gebot  ............. und so weiter..

Kadratur: Begriff für das zusätzliche Schaltwerk bei komplizierten Uhren, z.B. den Mechanismus für Repition oder ein Kalendarium. Sollten Sie in Ihrer IWC allerdings das Wort "Madrapur" finden, so handelt es sich nicht um einen Schreibfehler, sonder um ein IWC-Fake aus Indien.

Kaliber: Aus den Kaliberbezeichnungen lässt sich nicht etwa die Durchschlagskraft oder die zerstörerische Wirkung Ihrer Uhren ableiten, sondern es handelt sich hier bei um die Bezeichnung der unterschiedlichen Werktypen der Uhrenfabrikanten. Übrigens: Breitling hat nie eine 44er Magnum gebaut. Der dezente Straßenverkäufer meint bei diesem Angebot sicher nicht die gute alte Breitling Colt, sondern nur das Letztere.

Karat: Maßangabe z.B. des Feingoldgehaltes. Der Feingehalt wird in jedem Gehäuse mit einer Punze vermerkt. Durch diese Punze erübrigt sich die alte Methode der Goldprüfung und uns bleiben die lässtigen Bisspuren an den Uhren erspart.

Kloben: siehe Brücke.

Komplikation: Zusatzmechanismus einer Uhr. Zu den K. zählen automatischer Aufzug, Chronographen, Kalender, Repititionen und Wecker. Träger von Quarzuhren allerdings, bezeichnen schon das tägliche Aufziehen einer mechanischen Uhr als Komplikation.

Krone: Knopf zum Aufziehen einer Uhr, zum Zeigerstellen und Korrigieren der
Datumsanzeige. Über die Krone lässt sich der Wert einer Uhr durchaus nach oben korrigieren. So hat zum Beispiel die Uhr mit einer Krone auf der Krone einen viel
größeren Marktwert als die Uhr ohne............sonderbar aber wahr!

Linie: Maßeinheit für die Größe von Uhrwerken. Eine Linie entspricht 2,2558mm. Diese Maßeinheit wird ausschließlich für Uhrwerke benutzt und ist nicht etwa die neue Europanorm für Kokainhändler.

Lochstein: Zylindrischer, im Zentrum durchbohrter Stein. Meist Rubin. In Ihnen bewegen sich die Zapfen des Räderwerkes. Erst durch die Erfindung des Loches im Stein war es möglich, Rubine auf sinnvolle Weise in den Uhren zu verbauen. Frühere Ansätze endeten meist damit, daß der entnervte Uhrmacher, dem keine gelochten Steine zur Verfügung standen, die Rubine als Schmucksteine auf die Uhren montierte.

Lunette: Glasreif eines Gehäuses. Auch werden Drehringe zum einstellen verschiedener Anzeigen als Lunette bezeichnet. Es soll sogar japanische Uhren geben auf deren Drehlunette man genau die Restlebensdauer der Uhr ablesen kann.

Manufaktur: Uhrenfabrik, die mindestens ein Rohwerk herstellt und es anschließend in einen funktionstüchtigen Zustand versetzt. Allerdings gibt es keine polnischen Uhrenmanufakturen, auch wenn man auf manchen Flohmärkten sich dieses Eindruckes nicht erwehren kann.

Mechanische Räderuhren: Uhren, die über eine Zugfeder angetrieben werden. Die Regulierung des Ganges erfolgt z.B. durch eine Unruhe oder durch ein Pendel. Mechanische Räderuhren sind seit dem 13Jh. bekannt. Da Hektik und Stress nur unter Zeitdruck gedeihen, kann man das 13Jh. als eine der dunkelsten Epochen der Menschheit bezeichnen.
Der Chef der Heute"Die Verträge müssen punkt 11.30 auf dem Tisch liegen!!!" sagt, würde ohne die Erfindung der Räderuhren "Zur Rapsblüte sollten die Verhandlungen beendet sein" kund tun.

Mondaltersanzeige/Mondphasenanzeige: Indikation zum Ablesen von Tagen die seit dem letzten Neumond vergangen sind. Mechanische Uhren die dermaßen nach dem Mond gehen haben meist auch astronomische Preise. Uhren die einfach nur nach dem Mond gehen, dies aber nicht anzeigen, kann man nicht als Mondphasenuhren bezeichnen, sondern als Müll.

Mikrorotor: In der Werksebene integrierter Rotor für Uhren mit automatischem Aufzug. Durch diese Konstruktion ist die Herstellung besonders flacher Automatikkaliber möglich.
Der Preis dieser Uhren ist in der Regel reziprok proportional mit der Größes des Rotors und das sorgt natürlich auch für einen schön flachen Geldbeutel.

Platine: Metallplatte, welche die Brücken, Kloben, und sonstige Bestandteile der Uhr trägt. Auf der Vorderseite befindet sich in der Regel das Zeigerwerk, hinten sind die Brücken und Kloben befestigt. Zur Befestigung werden ausschließlich Schrauben verwendet. Klebstoffe, Klebefilme,Büroklammern und Ähnliches konnten sich, zur Fixierung, nur in Polen durchsetzen.

Punzen: Stempel im Uhrengehäuse, die Auskunft über den Feingehalt des verwendeten Edelmetalls, über die Herkunft, das Herstellungsjahr, sowie den Gehäusehersteller geben.
Nicht zu verwechseln mit den Marken an der Aussenseite der Gehäuse teurerer Uhren, dabei handelt es sich oft um sogenannte Pfandsiegel.

Präzision: Eine mechanische Uhr, die pro Tag (86400 Sec.) eine Gangabweichung von 30 Sekunden aufweist, besitzt eine Fehlerquote von 0,035%. Die Ganggenauigkeit liegt somit bei 99,965%. Soweit die Mathematik, leider liegt die Fehlerquote der meisten Uhrmacher wesentlich höher als die Ihrer Auftragsuhren.
Kommen beide zusammen, beeinflusst die Präzision des Uhrmachers die der Maschine und wir denken wieder über die Vorzüge von Quarzuhren nach.

Pulsmesserskala: Skalierung die häufig bei Chronographen oder auch normalen Uhren für Ärzte und Krankenschwestern zu finden ist. Leider wird die Messung des Pulsschlages von maladen Uhrenfreunden durch den Anblick der Zeitmesser selbst
verfälscht.

Quarzuhren: Elektronische Armbanduhren bei denen ein Schwingquarz als Regulierorgan dient. Quarzuhren weisen in der Regel eine Ganggenauigkeit von +/- 1Minute pro Jahr auf.
*Ich wechsele meine Uhr mit jeder neuen Modekollektion.
Ich dusche oft und gerne mit meiner Uhr.
Ich habe nie begriffen wozu dieser kleine Knopf an der Uhr dient.
Eine Gangabweichung von mehr als einer Sekunde pro Tag kann ich mir bei meinem Job einfach nich leisten.
Dieses ständige Ticken macht mich ganz Krank.
Wer mindestens eine dieser Aussagen bejahen kann, dem sei dringend zu einer Quarzuhr geraten.*

Referenz: Nummer oder Buchstaben-/Nummer-Kombination mit der die Hersteller  ihre Modelle kennzeichnen. In die Referenz sind oft eine Reihe von  Informationen eingearbeitet, zb. Gehäusematerial, Werkstyp, Zifferblatt. Bei  günstigen Uhren oft auch Verfalls-bzw Garantieenddatum.

Rohwerk: Das Rohwerk ist das Kernstück einer Uhr. Es ist das komplette Uhrwerk ohne Hemmung, Unruhe, Spiralfeder, Zifferblatt und Zeiger. Wegen der aufwendigen Produktionseinrichtung werden Rohwerke nur von wenigen speziellen Herstellern angefertigt. Die Aussage, daß das Rohwerk das Kernstück einer Uhr ist, trifft leider nur auf die Uhren klassischer europäischer Tradition zu. Bei modernen Quarzuhren oder fernöstlichen Modellen tritt die jeweilige Modefarbe, oder der aktuelle Wochentrend an diese Stelle.

Steine: Steine werden zur Verminderung der Reibung in den wichtigsten Lagern und dem Anker der Uhr eingesetzt. Eine Präzisionsuhr benötigt mindestens 15  funktionelle Steine. Eine optimale Ausstattung ist mit 18 Steinen gegeben.  Es ist zu beachten, daß Steine irgendwo auf den Brücken verschraubt, oder  außen an der Uhr angebracht, zwar hübsch aussehen mögen, die Präzision aber kaum beeinflussen können.

Stiftankerhemmung: An stelle der Steinpaletten besitzt der Anker senkrecht nach oben stehende Metallstifte, die ins Ankerrad greifen. Auch wenn ihnen der nette Chinese bei Ihrem letzten Hongkong- Besuch etwas anderes erzählt hat, : Stiftankerwerke sind weder in IWC-, Cartier,- noch in Rolexuhren zu finden.

Stopsekunde: Vorrichtung zum Anhalten von Uhrwerk und Sekundenzeiger um die  Uhrzeit sekundengenau einstellen zu können. Bei gezogener Krone bleibt die Uhr stehen, nach Drücken der Krone setzt sie ihren Gang fort. Es handelt sich keinesfalls um eine spezielle Komplikation, wie den Sekundenstop, wenn die Uhr beim Ziehen der Krone stehen bleibt und erst mit Hilfe eines Uhrmachers weiter läuft.

Stoßsicherung: System zum Schutz der empfindlichen Zapfen der Unruhewelle  vor Bruch. Zu diesem Zweck sind die Loch- und Decksteine der  Unruhewellenlager federnd in der Platine und dem Unruhekloben befestigt. Das Wort Stoßsicherung gibt dem Träger solcher Uhren das sichere Gefühl vor Bruch geschützt zu sein, aber mit etwas Mühe und dem richtigen Schwung bekommt man die Welle trotz dieser Vorkehrung zerbrochen, ---das ist sicher!

Swiss Made: Ursprungsbezeichnung auf dem Zifferblatt oder dem Werk einer Schweizer Armbanduhr. Eine Uhr darf diesen Schriftzug nur tragen, wenn ihr Werk in der Schweiz in Gang genommen, reguliert, kontrolliert und  eingeschalt worden ist. Leider hat sich das noch nicht bei allen asiatischen Uhrenproduzenten herum gesprochen!

Tourbillon: Konstruktion zur Kompensierung der Schwehrpunktfehler im Schwingsysthem. Das Schwing,- und Hemmsysthem ist in einem Käfig angeordnet,  der sich um seine eigene Achse dreht. Auf dies Weise können die Einflüsse der Erdanziehung in der Sekrechten Lage ausgeglichen werden. Die Anziehung auf begeisterte Uhrenfreund steigert sich damit um einen fast  endlosen Faktor auch wenn der Preis für diese Uhren igendwo zwischen wahnsinnig Teuer und Unbezahlbar liegt.

Unruh: Die Unruh ist in Verbindung mit der Unruhspirale das Gangregelnde Organ einer mechanischen Uhr. Der Unruhreif ist das statisch ausgewuchtete Schwungrad. Dieses kleine, nervöse Teil legt in seinem Leben eine erstaunliche Kilometerstrecke zurück. Wir sind gut beraten, es nicht davon abzuhalten.

Unruhespirale: Die Unruhespirale zieht sich im Laufe eines Jahres mehr als 200 000 000 mal zusammen. Ihre aktive Länge bestimmt die Schwingungsdauer.  Sie ist dreimal dünner als ein menschliches Haar. Dieser kleine Schwerstarbeiter sollte in keiner mechanischen Uhr fehlen und wahrscheinlich ist sie sogar noch dünner als mein Haar, ob wohl Fachleute  behaupten, dies wäre unmöglich.

Vierjahreskalender: Uhren mit Vierjahreskalender berücksichtigen die unterschiedlichen Monatslängen in der Zeitspanne vom 29.Februar bis zum nächsten 29. Februar. Den Schalttag kennen sie nicht. Wenn man sie nach Ablauf von vier Jahren einmal neu stellt, braucht man sie  auch nicht gleich wegwerfen.

Vierundzwanzig-Stunden-Anzeige: Uhren bei denen sich der Stundenzeiger einmal pro Tag um seine eigene Achse dreht, also auf dem Zifferblatt die  Stunden von 1-24 direkt anzeigt. Diese Uhren sind besonders für Workoholics in fensterlosen Büros, oder geübte Partygänger interessant, da man auf ihnen direkt ablesen kann ob es  gerade Tag oder Nacht ist.

Vollkalendarium: Komplettes Kalendarium mit Anzeige von Tag, Datum und Monat. Es erfordert in sämtlichen Monaten mit weniger als 31 Tagen eine manuelle Korrektur. Bei einigen Modellen fernöstlicher Produktion muss es allerdings heißen.:---- erfordert in sämtlichen Monaten mit weniger als 31 Tagen eine komplette Reparatur.

Wasserdichte Armbanduhren: Uhren ,deren Gehäuse im Originalzustand bis zur angegebenen Tiefe gegen eindringendes Wasser dicht sind.
Norm: dicht gegen Schweiß, Wassertropfen, Regen und beim Tauchen in 1m Tiefe über 30 Minuten. Die meisten Hersteller beschreiben Ihre Uhren als "Wasserdicht bei verlassen des Werkes". Was aber, wenn es nach verlassen des Werkes, doch noch einmal regnen  sollte????

Wecker: Uhren ,die zur vorher eingestellten Zeit, Alarm geben. Für den persönlichen Gebrauch verwende ich nur absolut bruchfeste Modelle,  da keine andere Uhr den Emotionen so ungeschützt ausgesetzt ist.

Weltzeitindikation: Uhren mit Weltzeitindikation zeigen mehrere Zeitzonen  simultan an. Diese hervorragende Erfindung bringt endlich Ordnung in das  Chaos mit den 24 Weltzeitzonen. So wissen wir jetzt genau, daß wenn es in  Burkina Faso 18.00Uhr, in Rangun schon 23.00 Uhr ist, ...oder so,........ ungefähr..........???

Zeigerwerk: Zwischen Platine und Zifferblatt liegendes Räderwerk, überträgt  die Drehung des Minutenrades auf den Stundenzeiger. Nur durch diese äußerst sinnvolle Einrichtung sind wir in der Lage, nicht  nur die Minuten, sondern auch die Stunden abzulesen. Ein bisschen Luxus darf schon sein...... *

Zentralsekunde: Sekundenzeiger, der im Zentrum des Zifferblattes angeordnet  ist. Bei Uhren mit Zentralsekunde ist die Welle des Minutenrades durchbohrt,  um Platz für die Welle des Sekundenzeigers zu schaffen. Auf keinem anderen  Index können wir das verrinnen unserer Restlebenszeit so gut ablesen, wie  auf der Zentralsekunde. Verzweifelte Versuche den Alterungsprozess  aufzuhalten, führten zu der Entwicklung der Uhren mit Sekundenstop.

Zugfeder: Zugfedern sind lange, elastisch aufgewickelte Stahlstreifen, die als Energiereservoir dienen. Bei Uhren mit automatischen Aufzug wird die Zugfeder regelmäßig nach gespannt. Zugfedern als Energiereservoir, haben gegenüber handelsüblichen Batterien den enormen Vorteil, daß sie wesentlich elastischer sind und sich viel  besser aufwickeln lassen.

Zylinderhemmung: Frühes Hemmsysthem, daß später nur noch in Billiguhren  verwendet wurde. Die Zähne des Hemmungsrades greifen direkt in die als  hohlen Zylinder ausgeformte Unruhewelle. Wegen der ungenügenden Gangleistung  wird die Z. heute nicht mehr verwendet. Sollten sie in ihrer, eben auf dem Flohmarkt erworbenen Omega, eine  Zylinderhemmung finden, ist dies nicht unbedingt ein Zeichen für das  besonders hohe Alter dieser Uhr. Gehen sie lieber zurück zum Verkäufer und  hauen sie Ihm, ohne Hemmung, die Uhr auf den Zylinder.

 

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